Permakultur

Was bedeutet das überhaupt.

Was bedeutet überhaupt Permakultur?

Der Begriff Permakultur beschreibt eine wissenschaftliche Vorgehensweise, ganzheitliche und nachhaltige Systeme zu entwickeln und erhalten.  Mit Hilfe bestimmter Methoden und Prinzipien werden Lebensräumen und Strukturen geschaffen, die mit möglichst wenig Energieaufwand einen größtmöglichen und vielfältigen Nutzen erzielen nach dem Vorbild natürlicher Kreisläufe. Dabei werden Gärten und Parks gestaltet sowie auch soziale Räume.

Die ethischen Grundprinzipien der Permakultur

ethischen Grundprinzipien der Permakultur

Permakulturelle Systeme sollen so angelegt werden, dass jedes Element sehr viele verschiedene Aufgaben erfüllt und eine Aufgabe auch durch viele Elemente erfüllt werden kann. Dabei ist die Natur das Vorbild, die mit perfekten ökologischen und ökonomischen Kreisläufen ein sich immer wieder erneuerndes System geschaffen hat. In der Permakultur spielen sehr viele Faktoren eine Rolle und müssen mit einbezogen werden. Obst, Gemüse, Kräuter und Wildpflanzen werden kultiviert, aber nicht wie in konventioneller Landwirtschaft in Monokultur gepflanzt, sondern in Gemeinschaft miteinander gebracht. Die Pflanzen fördern sich gegenseitig, gehen Symbiosen ein, spenden Schatten und teilen sich Nährstoffe, Wasser und profitieren von kleinen und großen Lebewesen. Die verschiedenen Stoffe und Ausscheidungen der einen sind nutzbar für andere und jede Pflanze nutzt ganz spezielle Stoffe, die andere weniger oder gar nicht benötigen. Tiere werden nicht dezentral gehalten oder in Käfige gepfercht, sondern sind Teil des Systems und leben darin. Sie nehmen ihren natürlichen Platz ein, um es somit zu bereichern und den Kreislauf zu schließen. Gleichzeitig können sie als Nahrungsquelle dienen mit dem guten Wissen ihrer Herkunft und Haltung.

Der Gestaltungsprozess

baduz

Dass unsere Erde vom Menschen nicht grade zärtlich behandelt wird dürfte so ziemlich jedem klar sein. Die Art und Weise unseres Lebensstils ist nicht nachhaltig und so zerstören wir nach und nach unsere eigenen Existenzgrundlagen. Mal davon abgesehen, dass wir bereits den größten Teil unserer Wälder abgeholzt haben und weitestgehend eintönige Nutzwälder entstanden sind, die für Holz und Papierindustrie genutzt werden. Mit der Versorgung von Nahrungsmitteln weltweit ist ein unglaublich großes Netz entstanden um alle möglichen Nahrungsmittel überall zu verkaufen, was einen größeren Energieaufwand bedeutet als die Lebensmittel liefern können. Das Ziel der Permakultur dagegen ist die regionale Versorgung von Gemeinschaften mit Nahrung, Energie, Kleidung, Wissen etc., bei der Aufwand und Ertrag ausgeglichen sind und vor allem nicht zerstörerisch auf Umwelt und Natur wirken. Je vielfältiger ein System ist, umso stabiler und gesünder kann es sich entwickeln und auf äußere Einflüsse schneller reagieren, wie Dürren, extremer Regen oder Frost. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich jeder von uns Gedanken darüber macht wie und in was für einer Umwelt er lebt um ein Verständnis dafür zu entwickeln was jeder persönlich für die Zukunft beitragen kann.

Die Prinzipien der Permakultur