Viele Pflanzen in unserem Garten wachsen zu unserem Erstaunen fröhlich vor sich hin, trotz Hitze und märkischem Sandboden. Am wenigsten beeindruckt zeigen sich allerdings – neben den Kürbissen – die vielen Ringelblumen, die an allen Ecken und Enden blühen. Wir haben sie schon früh vorgezogen und dann im Frühling rausgesetzt. Sie produzieren unermüdlich immer neue Blüten und die Bienen und Hummeln freuen sich darüber. Ringelblumen gehören aber auch zu den Heilpflanzen, sie dienen der Wundheilung und pflegen im Allgemeinen die Haut, weshalb sie häufig in Cremes und Salben verarbeitet werden.

Ringelblumencreme Rezept

Wir haben uns dann vor ein paar Wochen also zum ersten Mal in der Cremeherstellung versucht, mit – wie wir finden – großartigem Erfolg. Herausgekommen ist eine dezent nach Bienenwachs und Ringelblume duftende Handcreme. Die Herstellung ist wirklich einfach, man braucht nur ein paar Zutaten und passende Gefäße dafür.

Für „eine Portion“, die ungefähr 250 g Creme ergibt, braucht man:
2 Hände voll Ringelblumenblüten
250 ml Olivenöl
50 g Bienenwachs
50 g Kakaobutter
5 Tropfen Vitamin E-Acetat
ggf. ätherisches Öl für den Duft

Möglicherweise klappt das auch mit getrockneten Ringelblumenblüten für die, die keine „frischen“ im Garten haben. Wir haben allerdings ganze Köpfe inklusive Blütenstaub gepflückt und für die Creme benutzt. Die restlichen Zutaten gibt es in der Apotheke, ein bisschen günstiger im Internet. Das Vitamin E-Acetat sorgt dafür, dass die Creme sich hält und nicht ranzig wird.

Für die Creme werden dann das Olivenöl, das Wachs und die Kakaobutter in einen Topf gegeben und ganz langsam und vorsichtig erwärmt, bis gerade so alles geschmolzen und vermischt ist. Den Topf dann vom Herd ziehen, die Ringelblumenblüten dazugeben, einmal kurz aufkochen und zugedeckt einen Tag stehen lassen. Wenn es abgekühlt ist sieht das ganze dann in etwa so aus:

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Am nächsten Tag alles nochmal erwärmen bis es flüssig ist und abseihen. Jetzt muss es zügig gehen, bevor die Creme wieder stockt: Vitamin E-Acetat und ggf. das ätherische Öl unterrühren und in die Dosen oder Gläser füllen. Je flüssiger die Creme dabei ist, desto besser lässt sie sich in Gläser füllen und danach sieht die Oberfläche schön gleichmäßig aus.

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Die Creme ist wirklich ergiebig, weil sie sich durch das Öl und das Bienenwachs gut verteilen lässt. Wenn die Creme mit ätherischem Öl beduftet werden soll, ist es wichtig darauf zu achten, dass es echtes ätherisches Öl ist. Andere Duftöle vertragen sich nicht auf der Haut. Und selbstverständlich ist die Creme nicht nur gut für die Hände. Auch geschundene Füße freuen sich darüber, habe ich mir von einer lieben Kollegin sagen lassen, die die Creme getestet hat.